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Hundesitting - die neue Form von Anarchie

Hundesitting – eine neue Form von Anarchie?

Neulich 8.00 morgens an der Töss, grosser Parkplatz. Da rollen sie alle an, die vanartigen Autos mit vielen Boxen ausgestattet. Vielversprechende Namen, die suggerieren, dass der Liebling in besten Händen ist. Das Schauspiel wiederholt sich Tag für Tag: Die Wagen suchen sich ihren Standplatz aus. Alles noch ruhig, Motor wird abgestellt. Die Türen öffnen sich – die der Fahrerseiten – alles noch ok. Gespannt harre ich der Dinge, die nun kommen werden. Mit Sicherheit und Garantie. In beachtenswerter Regelmässigkeit und Vorhersehbarkeit schreiten die Fachpersonen für Hundebetreuung nun zum Laderaum – und zur Tat: Wieder gehen Türen auf. Diesmal Heck und Seitentüren. Und was nun passiert, sprengt nicht nur den Rahmen des Laderaumes, sondern auch jegliche Form von Anstand gegenüber anderen Menschen und Hunden, die sich auch dort aufhalten. Die Hunde schiessen wie mit Fell bezogene Kanonenkugeln aus ihren Boxen oder Kofferraumflächen und erobern sich innert Sekunden mit Getöse den gesamten Parkplatz. Da rennen plötzlich mindestens sechs Hunde auf dem Gelände rum, schiessen über die Wiese, drängen sich zwischen meine beim Auto sitzenden Kundenhunde und stecken ihre Nasen in fremde Kofferräume. Dazwischen immer mal wieder oder wenn überhaupt, ein mit wenig Ueberzeung hervorgequetschter Rückruf der Fachperson für Hundebetreuung, vermutlich eher der Form halber, zumal sie sich ohne umzudrehen von der Bühne, respektive dem Parkplatz entfernt und ohne dass ihr Rufen eine Reaktion bei den Hunden hervorgerufen hätte.

Die Sache mit der positiven Verstärkung/Belohnung

Wir arbeiten ausschliesslich mit positiver Belohnung. Diesen Satz schreibt sich fast jede/r HundetrainerIn auf die Fahne. Tönt ja auch wunderbar: alles so positiv und alles so lohnenswert. Kein Schimpfen, kein minimaler Frust auf beiden Seiten, keine Enttäuschung; alles lieb und nett und immer im grünen / rosaroten Bereich. Ja, wunderbar. Sagt sich auch der Vierbeiner und nimmt sich gleich mal alles raus, rennt unbegrenzt durch die Welpenzeit, tritt im Junghundealter als pubertärer Rüpel in jedes am Wegrand stehende Fettnäpfchen und wir dafür freundlich gelobt und lieb getätschelt.

Welpenkastration - willkommen im Mittelalter

Gerade bin ich auf der Webseite einer oesterreichischen Australian Labradoodle Zucht auf eine für mich unglaubliche Tatsache gestossen:
Da werden Welpen tatsächlich frühkastriert! Ja genau: den Welpen werden die geschlechtshormon produzierenden Organe sozusagen im Babyalter rausgeschnippelt und abgeschnitten.

Zusammenfassend steht da, dass die neuen Welpenbesitzer nichts zu tun haben müssen mit der Operation (wie praktisch) und die Welpen keine Allüren entwickeln werden und quasi pflegeleicht und sich selbsterziehend  abgegeben werden. Ach ja, und es gibt dann auch keine geschlechtsspezifischen Erkrankungen mehr. Und der alleserklärende und legitimierende Schlusssatz: nichts Bewiesenes spricht dagegen (sic!)

Hunde - shopping, Hunde - hopping

Im Zeitalter des schnellen Internets ist einfach alles möglich: schnell mal Freunde finden; schnell mal Theaterkarten bestellen; sich schnell mal das neueste Gucci-Täschchen reinziehen; schnell mal eine Wohnungseinrichtung kaufen; schnell mal ein Auto leasen; und genauso «schnell mal» einen Hund  shoppen.
Einfach, weil es gerade «in» ist; einfach, weil man sich gerade so einsam fühlt; einfach, weil die Nachbarin auch so einen hat; einfach, weil man mit dem Hund gleich noch ein Sportgerät für draussen zu Hause stehen hat; einfach, weil man gerade eine innere Leere verspürt; einfach, weil es so einfach geht.
Da kann sich jemand den vierten Hund innert 2 Jahren reinziehen, aus dem Tierheim, einfach so. Passt es dann nicht mehr, kann man den ja auch einfach wieder abgeben. Und wo ist da die Stadt, wo ist da die zuständige Behörde für das Hundewesen? Alles registriert, alles bei der Stadt und alles bei Amicus. Niemand fragt sich da offenbar, was mit den Hunden passiert, die bei Amicus ein- und aus- und ein- und ausgetragen werden. Von ein und demselben Hundehalter.

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